Windows NT Secrets
45 Tips & Tricks

Vor allem die Registry bietet zahllose Ansatzpunkte um die Handhabung des Systems zu verbessern. Aber auch zahllose weitere Möglichkeiten werden geboten, um Performance von NT nach oben zu schrauben. Diese Tips & Tricks Sammlung verrät Ihnen, wie es funktioniert.

1. Umschalten zwischen Applikationen

Windows zeigt beim Umschalten zwischen Programmen respektive Fenstern per [Alt Tab] einen als »CoolSwitch« bezeichneten Dialog an, in dem bis zu 21 Fenster in Form eines Icons symbolisiert werden. Falls Sie sehr viele Fenster gleichzeitig geöffnet haben, können Sie die maximale Größe dieses Dialogs (7 Spalten, 3 Zeilen) per Registry-Eingriff erhöhen. Die entsprechenden Parameter finden Sie im
Schlüssel HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop unter den Namen CoolSwitchColumns (Typ DWord) und CoolSwitchRows (Typ DWord).

2. Wartezeit beim Ausklappen eines Menüs

Beim Ausklappen eines Menüs legt Windows - sofern Sie den betreffenden Menü-Eintrag nicht anklicken - eine kurze Pause von 400 Millisekunden ein. Diese können Sie verkürzen (oder auch verlängern), indem Sie im Schlüssel HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop den Wert MenuShowDelay (Typ DWord) bearbeiten und einen neuen Wert in Millisekunden eintragen.

3. Icon-Texte umbrechen

Fast alle Parameter im Zusammenhang mit Icons lassen sich im Dialog Eigenschaften der Anzeige ändern, nicht jedoch das Umbruchverhalten der Icon-Beschriftungen. So praktisch der Zeilenumbruch bei langen Dateinamen sein mag, so sehr stört er, wenn Sie ohnehin nur kurze Namen benutzen: Dann nämlich ergibt sich ein unnötig großer vertikaler Abstand zwischen den Icons. Diesen können Sie eliminieren, indem Sie in der Registry unter HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop den Parameter IconTitleWrap (Typ DWord) auf 0 setzen.

4. Drag-Empfindlichkeit reduzieren

Beim Arbeiten unter Windows passiert es leicht, daß während eines Doppelklicks die Maus verrutscht und aus dem Doppelklick eine Drag-and-Drop-Operation wird. Um dieses Risiko zu minimieren, können Sie die Parameter modifizieren, anhand derer Windows eine Drag-Operation erkennt. Öffnen Sie dazu den Schlüssel HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop und erhöhen Sie die Werte von DragHeight und DragWidth. Beide Werte stehen gewöhnlich auf 2 und geben an, um wieviel Pixel die Maus verschoben werden muß, bevor Windows eine Drag-Operation erkennt.

5. Systemsteuerung in das Startmenü verschieben

Der Aufruf der Systemsteuerung ist mit einem relativ langen Weg verbunden. Es gibt aber eine Möglichkeit, auf jeden Bereich der Systemsteuerung mit nur zwei Mausklicks zuzugreifen. Dazu rufen Sie mit der rechten Maustaste das Kontextmenü des Startmenüs auf und wählen den Befehl Explorer aus. Auf der rechten Seite des Explorers betätigen Sie in einem freien Bereich wiederum die rechte Maustaste und wählen im Kontextmenü Neu/Ordner aus. Dem neuen Verzeichnis geben Sie exakt folgenden Namen:
Systemsteuerung.{21EC2020-3AEA-1069-A2DD-08002B30309D}
Danach befindet sich im Startmenü ein Eintrag namens Systemsteuerung, dessen Folgemenü alle Elemente der Systemsteuerung enthält. Auch andere Spezialordner können ins Startmenü gesetzt werden - oder in einen beliebigen anderen Ordner. Um beispielsweise auch das Verzeichnis der installierten Drucker zu verschieben, legt man einfach nach oben gezeigtem Schema einen Ordner mit folgenden Namen an: Drucker.{2227A280-3AEA-1069-A2DE-08002B30309D}
Gleiches gilt auch für das Dfü-Netzwerk. Dessen Namme muß folgendermaßen lauten: DFÜ-Netzwerk.{992CFFA0-F557-101A-88EC-00DD010CCC48}

6. In die Arbeitsoberfläche einfügen

Im Kontextmenü der Arbeitsoberfläche (rechte Maustaste) befindet sich zwei Einträge, die zumeist übersehen werden: Einfügen und Verknüpfung einfügen. Damit können Sie zum Einen den Inhalt der Zwischenablage als Datei auf der Arbeitsoberfläche ablegen. Allerdings muß es sich dabei um Text handeln - Grafiken werden nicht unterstützt. Auf diese Weise können Sie also im Handumdrehen Textauszüge einfach als Dateien ablegen. Zum anderen kann man einen Shortcut eines Dokuments aus einer Applikation wie beispielsweise Word für Windows auf die Arbeitsoberfläche legen. Wenn Sie den Shortcut doppelklicken, wird die Datei mit der entsprechenden Applikation geöffnet. Wenn Sie zudem vor dem Einfügen der Verknüpfung eine Textstelle markiert haben, so merkt sich der Shortcut auch noch diese Stelle und springt nach dem Öffnen des Dokuments wieder dort hin zurück.

7. Fenster zu !

Wer sich auf der Suche nach einer Datei durch stark verschachtelte Verzeichnisse klickt, sieht nach kürzester Zeit vor lauter Ordern die Arbeitsoberfläche nicht mehr. Doch wer 100 Ordner öffnet, muß nicht zwangsläufig auch 100 wieder schließen - sprich von Hand zuklicken. Einfacher geht es, wenn man auf den Schließen-Knopf des obersten Ordners einer solchen Kaskade klickt, während man die Taste [Umschalten] gedrückt hält. Daraufhin wird der betreffende Ordner und alle übergeordneten auf einen Schlag geschlossen.

8. Windows NT mit Programm- und Datei-Manager

Wer sich ganz und gar nicht mit der neuen Oberfläche anfreunden kann und lieber zum gewohnten Programm- und Datei-Manager von Version 3.x zurückkehren möchte, kann dies auch unter Windows NT haben. Beide Programme werden nämlich standardmäßig in das Verzeichnis \winnt\system32 installiert. Allerdings werden keine entsprechenden Verweise im Startmenü oder auf der Arbeitsoberfläche erzeugt, so daß man hier selbst Hand anlegen muß. Die Programmdatei des Programm Managers heißt progman.exe, die des datei Managers winfile.exe. Die Arbeit mit dem Programm Manager macht allerdings wenig Spaß: Die veraltete Shell unterstütze keine langen Dateinamen und ist zu Beginn leer - sprich: jegliche Programmgruppen oder -verweise muß man sich selbst erstellen.

9. Symbolgrößen anpassen

Die immer größere Auflösung von Grafikkarten bringt es mit sich, das beispielsweise die Textdarstellung immer feiner wird. Doch mit dem Verschwinden des häßlichen Treppeneffektes werden auch die Symbole auf der Arbeitsoberfläche immer kleiner. Über die Eigenschaften der Anzeige läßt sich aber die Größe der Windows-Symbole stufenlos von 16 auf 72 Pixel vergrößern. Man klickt auf die Registerkarte Darstellung und wählt unter Bildelement die Option Symbol. Im Feld Größe kann dann ein adequater Wert eingestellt werden. Übrigens: Gleich die nächsten beiden Einträge in der Liste Bildelement sind für die horizontalen und vertikalen Abstände der Symbole untereinander zuständig. Dies ist ein relativ wichtiger Punkt, denn auf diese Weise kann man verhindern, daß eventuell etwas zu lang geratene Symbolbeschriftungen nicht am Ende mit "..." abgekürzt werden.

10. Assoziationen schnell ändern

Sind Dokumentenassoziationen erst einmal festgeschrieben, so kann man sie nur noch auf recht umständliche Art durch den Explorer über das Menü Ansicht/Optionen/Dateitypen/Bearbeiten ändern. Es geht aber auch einfacher: Sollen beispielsweise Textdateien nicht mit Notepad, sondern mit sofort mit Wordpad geöffnet werden, so muß man lediglich die Taste [Umschalten] gedrückt halten, während man mit der rechte Maustaste auf das Symbol der betreffenden Datei klickt. Daraufhin weist das betreffende Kontextmenü nämlich auch den Eintrag "Öffnen mit ..." auf, über den dann zum Beispiel Wordpad angegeben werden kann.

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