Windows NT Secrets
45 Tips & Tricks / Teil 2

11. Verdeckte Arbeitsoberfläche aufdecken

Eine der vielen neuen praktischen Eigenschaften von Windows NT ist die Möglichkeit, auf der Arbeitsoberfläche Objekte ablegen zu können - wovon man in der Regel im Laufe der Zeit mehr und mehr Gebrauch macht. Der große Nachteil dabei ist aber, daß wenn man mit einer Anwendung wie beispielsweise WinWord arbeitet, man diese zumeist erst auf Symbolgröße bringen muß, um auf eine auf der Arbeitsoberfläche abgelegten Datei zugreifen zu können. Abhilfe schafft hier eine Verknüpfung mit der Arbeitsoberfläche, die beim Systemstart automatisch über den Ordner Programme\Autostart aufgerufen wird. In den Eigenschaften dieser Verknüpfung sollte als Ausführungsmodus minimiert wählen. Jedesmal, wenn man jetzt eine Datei von der Arbeitsoberfläche benötigt, klickt man auf das entsprechende Symbol in der Task-Leiste oder man schaltet sich über die Tastenkombination Alt-Tab in den entsprechenden Ordner. Diese Methode hat allerdings den Nachteil, daß in dem Ordner bestimmte Objekte wie etwa das Netzwerk und der Arbeitsplatz nicht zu sehen sind. Eine noch bessere Lösung bietet das kleine Utility Topdesk, das sich mit einem Icon in die Taskleiste hängt und auf Knopfdruck alle Objekte auf der Arbeitsoberfläche in einem Pop-Up-Menü anbietet.

12. Aufgeräumte Arbeitsoberfläche

Vor allem Umsteiger von der Version 3.x werden sicher mit einigem Unbehangen bemerkt haben, daß man aus jedem Verzeichnis quasi einen eigenen Dateimanager machen kann. Bei tief verschachtelten Ordnerstrukturen wird die Arbeitsoberfläche dadurch in Sekundenschnell unter unzähligen Ordnerfenstern begraben. Wer es gerne etwas aufgeräumter hätte, kann dieses Verhalten von Windows NT so abändern, daß zu öffnende Verzeichnisse immer im gleichen Fenster dargestellt werden - und nicht jedes Mal in einem neuen. Öffnen Sie hierfür den Arbeitsplatz und wählen Sie aus dem Menü Ansicht den Punkt Optionen. Klicken Sie dann auf die Registerkarte Ansicht und markieren Sie die untere Option Alle Ordner in demselben Fenster durchsuchen und anzeigen. Das ist alles. Soll das ursprüngliche Verhalten wiederhergestellt werden, so ist auf der besagten Registerkarte die obere Option zu wählen.

13. Auf und ab in festen Verzeichnisfenstern

Wurde das Darstellungsverhalten beim Öffnen von neuen Verzeichnissen so verändert, daß alle neuen Ordner in ein und dem selben Fenster erscheinen, so gibt es ein kleines Navigationsproblem: Zwar kann man sich spielend leicht in der Verzeichnisstruktur tiefer und tiefer klicken - doch wie kommt man wieder nach oben? Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie drücken einfach die Rücktaste oder sie blenden über das Menü Ansicht die Symbolleiste ein. Diese enthält einen kleinen Taster mit einem Ordner und einem aufgemalten nach oben weisenden Pfeil. Diese Schaltfläche läßt Sie ebenfalls um je eine Ebene nach oben gelangen.

14. Feste Icons von Desktop-Elementen ändern

Haben Sie schon einmal versucht, die Icons des Arbeitsplatzes oder des Papierkorbs zu ändern? Das ist auf dem üblichen Weg über die Eigenschaften der betreffenden Objekte nicht zu machen. Um diese Änderungen vorzunehmen, benötigen Sie je nach Objekt die Eigenschaften der Anzeige bzw. den Registrierungseditor Regedit, der sich im Windows-Verzeichnis befindet. Die Symbole des Arbeitsplatzes, der Netzwerkumgebung und des Papierkorbs können über die Registerkarte Plus! der Anzeigeeigenschaften eingestellt werden. Zum Ändern der Icons für den Posteingang und den Aktenkoffer starten Sie den Registrierungseditor und suchen Sie unter dem Eintrag hkey_classes_root den Untereintrag clsid und darin die Nummer des zu ändernden Objekts aus der folgenden Liste:
Posteingang: {00020D75-0000-0000-C000-000000000046}
Aktenkoffer: {85BBD920-42A0-1069-A2E4-08002B30309D}
Zu jedem der genannten Zahleneinträge existiert ein weiterer Eintrag namens DefaultIcon. Dieser enthält jeweils einen Pfadnamen auf eine Datei mit Windows-Icons, beispielsweise EXE-, DLL- und ICO-Dateien. Enthält eine solche Datei mehrere Icons und soll nicht das erstbeste benutzt werden, so können Sie auch wählen. Geben Sie hierfür nach dem Dateinamen ein Komma ein, gefolgt von der laufenden Nummer des gewünschten Icons. Bitte beachten Sie dabei, daß die Zählung bei Null beginnt.

15. Icons mit 256 Farben

Wußten Sie, daß Windows NT Icons mit 256 Farben unterstützt? Wahrscheinlich kaum, denn selbst wenn man unter der neuen Oberfläche solche Icons verwendet, werden sie nur mit 16 Farben dargestellt - und das ziemlich häßlich dazu. Dennoch geht es: Rufen Sie die Eigenschaften der Anzeige auf (rechter Mausklick auf die Arbeitsoberfläche) und wählen Sie die Registerkarte Plus!. Im Bereich Optische Einstellungen muß dann der Eintrag Symbole mit höchster Farbzahl anzeigen markiert werden. An dieser Stelle lassen sich auch noch ein paar weitere optische Veränderungen vornehmen. So kann man beispielsweise die Bildschirmschriftarten glätten lassen, so daß der berüchtigte Treppeneffekt fats ganz verschwindet. Außerdem ist es möglich, Windows NT 4.0 dazu zu veranlassen, daß es beim Verschieben von fenstern deren Inhalt permantent anzeigt und nicht - wie bisher - zunächst nur einen Positionsrahmen darstellt.

16. Miniaturabbilder als Bitmap-Symbole

Bitmap-Dateien (Endung BMP) werden normalerweise in den Ordnerfenstern mit dem Icon der zugehörigen Anwendung angezeigt, beispielsweise Microsoft Paint. Statt dessen können Sie aber auch den eigentlichen Bildinhalt als Icon darstellen lassen. So müssen Sie beim Suchen nach einem bestimmten Motiv nicht mehr unbedingt alle betreffenden BMP-Dateien öffnen, sondern sehen sich einfach die Icons im Ordnerfenster an. Starten Sie den im Windows-Verzeichnis befindlichen Registrierungseditor und suchen Sie in hkey_classes_root nach dem Eintrag Paint.Picture. Dort angekommen sehen Sie nach DefaultIcon. Ändern Sie den darin enthaltenen Text um in %1 und schließen Sie den Registrierungseditor wieder - fertig!

17. Dateitypen aus dem Kontextmenü löschen

Wenn auf einem Windows NT-System viele unterschiedliche Applikationen installiert werden, kann es im Kontextmenü unter dem Eintrag Neu recht voll werden. Um einen unerwünschten Eintrag zu löschen, muß man lediglich über den Registrierungseditor im Schlüssel hkey_classes_root die betreffende Dateinamenserweiterung des Dokuments suchen. Danach muß nur noch der Unterschlüssel ShellNew ausgemacht und gelöscht werden. Ist der Eintrag im Menü Neu nach wie vor vorhanden, so handelt es sich um einen mehrfach genannten Typ wie beispielsweise Bitmap. Dieser Typ reagiert beispielsweise auf die Erweiterungen BMP und PCX. In solchen Fällen müssen alle entsprechenden ShellNew-Einträge gelöscht werden.

18. Pop-ups variieren

Wenn Sie den Mauszeigers über Menüpunkte ziehen, dauert es immer einen kleinen Moment, bis das entsprechende Folgemenü aufklappt. Das können Sie durch einen kleinen Zusatzeintrag in der Registrierung ändern: Starten Sie den im Windows-Verzeichnis befindlichen Registrierungseditor. Suchen Sie nach hkey_current_user, und dann nach control panel und desktop. Hier erstellen Sie einen neuen Eintrag namens MenuShowDefault. Weisen Sie ihm einen Wert zwischen 1 und 10 zu, wobei 1 die kürzeste Reaktionszeit darstellt. Systemneustart nicht vergessen!

19. Mehr als 4 GByte

Werden über den Windows-Explorer die Eigenschaften eines Ordners abgerufen, dessen Dateien größer als 4 GByte sind, werden falsche Werte angezeigt. Grund ist, daß der Explorer intern mit 32-Bit-Integern arbeitet und deswegen ab 4 GByte falsch rechnet. Auch über das derzeit aktuelle Service Pack 3 für NT 4.0 läßt sich dieses Problem nicht beheben.

20. Logon-Screen ändern

Das Bitmap hinter dem Login-Screen von Windows NT 4.0 läßt sich problemlos mit einem eigenen Firmenlogo versehen. Hierzu ruft man regedit.exe auf und ändert in HKEY_USERS\DEFAULT\ControlPanel\Desktop den Eintrag Wallpaper von (Standard) auf den Dateinamen des Bitmaps samt Pfadnamen, zum Beispiel: c:\winnt\desktop.bmp

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